

Morgen, am 3. November, feiern wir den Nationalen Sandwich-Tag – einen Tag, der ganz einem der vielseitigsten und beliebtesten Gerichte der Welt gewidmet ist: dem Sandwich.
Dieses Datum wurde nicht zufällig gewählt: Es fällt mit dem Geburtstag von John Montagu, dem 4. Earl of Sandwich, zusammen, dessen Name aus einer Stadt in Kent, England, stammt. Der Legende nach gilt er als Erfinder dieser Köstlichkeit.
Die Geschichte erzählt, dass Montagu während einer seiner langen Kartenpartien den Koch bat, ihm etwas zuzubereiten, das er essen konnte, ohne sein Spiel zu unterbrechen. Um ihm entgegenzukommen, servierte ihm der Koch zwei mit Fleisch gefüllte Brotscheiben, die der Earl bequem im Sitzen mit den Händen essen konnte.
Tatsächlich war die Idee, Brot mit Zutaten zu füllen, in verschiedenen Kulturen schon seit einiger Zeit verbreitet, doch erst dank dieser Anekdote und Montagus Popularität verbreitete sich der Name „Sandwich“.
Ein internationales Gericht, von jeder Kultur neu interpretiert
Das Sandwich zählt heute zu den bekanntesten Gerichten, nicht nur in den USA, wo es so beliebt ist, sondern weltweit. Seine Einzigartigkeit liegt in seiner Vielseitigkeit: Es kann einfach oder raffiniert, traditionell oder innovativ, warm oder kalt zubereitet werden. Jede Kultur hat es nach ihrem eigenen Geschmack und mit typischen Zutaten neu interpretiert und es so von einem einfachen Snack zu einem Symbol kulinarischer Identität gemacht.
Eine weitere Stärke des Sandwiches ist seine Einfachheit: Wenige, perfekt aufeinander abgestimmte Zutaten ergeben ein vollwertiges und geschmackvolles Gericht. Genau diese Eigenschaft hat es zu einem der beliebtesten Streetfood-Klassiker gemacht.
Heute erfinden Köche und Feinschmecker weltweit das Sandwich mit gewagten und innovativen Kombinationen immer wieder neu und beweisen damit, dass selbst eine scheinbar einfache Zubereitung zu einem wahren Geschmackserlebnis werden kann.


Die Ruhmeshalle des Sandwiches
Lassen Sie uns nun gemeinsam die berühmtesten Sandwiches der Welt entdecken, jene, die einen Ehrenplatz in einer imaginären Ruhmeshalle der köstlichsten Sandwiches verdienen:
Pastrami-Sandwich – Vereinigte Staaten von Amerika
Geboren in den belebten Straßen des Big Apple und berühmt geworden durch traditionsreiche Lokale wie Katz’s Delicatessen, ist das Pastrami-Sandwich ein Symbol für New York City und die amerikanische Küche im Allgemeinen. Herzhaft und sättigend, wird es mit Roggenbrot, warmem Pastrami – gewürztem, geräuchertem und langsam gegartem Fleisch in dünnen Scheiben – und Senf zubereitet.
Croque Monsieur und Croque Madame – Frankreich
Der Croque Monsieur und der Croque Madame sind zwei große Klassiker der französischen Küche, ideal für den Brunch. Beide Varianten basieren auf demselben Belag: Sandwichbrot, gekochter Schinken, Käse (Emmentaler oder Gruyère), etwas Butter, Béchamelsauce und geriebener Käse, der beim Backen auf der Oberfläche schmilzt. Das Besondere am Croque Madame ist das Spiegelei, das auf das frisch gebackene Brötchen gelegt wird.

Teesandwiches – Vereinigtes Königreich
Teesandwiches sind raffinierte Mini-Sandwiches, die traditionell zum englischen Nachmittagstee serviert werden. Sie stammen aus England des 19. Jahrhunderts und dienten als leichte und elegante Vorspeise. Heute sind sie ein Symbol dieses Rituals. Sie werden aus Weißbrot ohne Kruste zubereitet, ähnlich dem für Tramezzini, und mit feinen Zutaten wie Frischkäse, Butter oder anderen leichten Füllungen belegt. Zu den bekanntesten Varianten zählen das Lachs-Frischkäse-Sandwich (mit Räucherlachs und Frischkäse) und das Gurken-Sandwich (mit Gurke und Frischkäse), die perfekt zu einer Tasse Tee oder als leckerer Snack passen.
Tramezzino – Italien
Elegant und vielseitig ist das Tramezzino die perfekte Vorspeise, ideal als Snack, kleiner Happen oder Aperitif. Ähnlich dem englischen Teesandwich ist es die italienische Interpretation des Sandwiches. Der Begriff „Tramezzino“ wurde von dem berühmten italienischen Dichter Gabriele D’Annunzio geprägt. Es wird aus weichem, krustenlosem Weißbrot zubereitet und mit klassischen Füllungen wie Thunfisch und Mayonnaise, gekochtem Schinken und Käse oder frischen Tomaten und Mozzarella gefüllt. Besonders beliebt ist es, weil es nach dem Backen am besten in Scheiben geschnitten und in Dreiecke gewürfelt serviert wird.

Francesinha – Portugal
Die Francesinha ist ein typisch portugiesisches belegtes Brot, inspiriert vom berühmten französischen Croque Monsieur, aber mit einer portugiesischen Note neu interpretiert. Sie wird mit Sandwichbrot und einer reichhaltigen Füllung aus gekochtem Schinken, Linguiça (traditionelle portugiesische Räucherwurst), frischer Wurst oder Rindfleisch und Käse zubereitet. Das wahre Geheimnis der Francesinha liegt in ihrer würzigen Sauce aus Bier, Tomaten und Gewürzen. Zum Schluss wird sie mit einer Schicht Käse überbacken, der beim Backen schmilzt.
Falafel Pita – Naher Osten
Falafel Pita ist eines der beliebtesten und bekanntesten vegetarischen Sandwiches weltweit und zeichnet sich durch den für die nahöstliche Küche typischen würzigen Geschmack aus. Es wird mit Pitabrot, einem weichen, runden Fladenbrot, zubereitet, das mit Falafel – frittierten Kichererbsen- oder Favabohnenbällchen – sowie frischem Gemüse und cremigen Dips wie Hummus und Joghurtsauce gefüllt wird.

Bánh mì – Vietnam
Bánh mì sind typisch vietnamesische Sandwiches, zubereitet mit einem Brot, das einem französischen Baguette ähnelt, aber leichter und knuspriger ist. Die Füllung besteht aus einer Mischung aus Fleisch oder Wurstwaren wie Giò lụa (vietnamesische Mortadella), begleitet von aromatischen Gewürzen, frischem und eingelegtem Gemüse sowie Saucen. Außen knusprig und innen weich – Bánh mì sind eine wahre Ikone der vietnamesischen Straßenküche.
Bocadillo – Spanien
Das Bocadillo, auch Bocata genannt, ist ein klassisches spanisches herzhaftes Sandwich. Es wird mit einem traditionellen, baguetteähnlichen Brot zubereitet, das länglich und knusprig ist, anders als herkömmliches Sandwichbrot. Das Brot wird halbiert, leicht mit Olivenöl beträufelt und dann nach Belieben belegt. Zu den bekanntesten Bocadillos zählen solche mit Jamón Ibérico oder Jamón Serrano (hochwertiger spanischer Schinken), Tortilla de Patatas (das klassische Kartoffelomelett), Calamares Fritos (knusprig frittierte Calamari) und Chorizo (die für die iberische Tradition typische, mit Paprika gewürzte Wurst).

Club-Sandwich – USA
Das Club-Sandwich ist eines der bekanntesten Sandwiches der amerikanischen Küche und wird oft zum Brunch oder als Hauptgericht in Hotels serviert. Es besteht aus geröstetem Sandwichbrot und wird mit einer reichhaltigen Füllung aus gebratenem Hähnchen oder Putenbrust und knusprigem Speck belegt. Gemüse wie frische Tomatenscheiben und Salatblätter sind ein Muss, und zum Schluss wird es großzügig mit Mayonnaise bestrichen. Das charakteristische Merkmal des Club-Sandwiches ist seine dreieckige Form, die durch diagonales Aufschneiden entsteht und oft mit einem Zahnstocher zusammengehalten wird.
PB&J – USA
Zum süßen Abschluss darf der ultimative Genuss nicht fehlen: das PB&J, das bei Erwachsenen und Kindern gleichermaßen beliebt ist. Einfach, süß und nahrhaft – es ist eines der bekanntesten Sandwiches der amerikanischen Kultur. Der Name PB&J ist ein Akronym für Peanut Butter and Jelly (Erdnussbutter und Marmelade), die Zutaten, aus denen es besteht. Es handelt sich um eine süße Variante des klassischen Sandwiches, zubereitet mit weichem, in Scheiben geschnittenem Brot (meist Weißbrot ohne Kruste oder Vollkornbrot), das großzügig mit Erdnussbutter und Marmelade bestrichen wird. Diese unwiderstehliche Kombination ist in den USA ein echter Klassiker und wird gerne zum Mittagessen, Frühstück oder als Snack gegessen.

