

Der Heiligabend steht vor der Tür: morgen werden wir uns an festlich gedeckten Tischen versammeln, zwischen gedämpftem Licht und Düften, die nach Zuhause riechen. Wie es die Tradition will, verzichtet man an diesem besonderen Tag auf Fleisch und gibt den Geschmäckern des Meeres und den Gerichten der Erinnerung Raum. Um Sie in dieser Atmosphäre von Erwartung und Gemeinschaft zu begleiten, präsentieren wir Ihnen ein Rezept mit authentischem, familiärem Herz: Baccalà alla Pugliese, perfekt, um die Magie des Heiligabends mit Geschmack und Einfachheit zu feiern.
Baccalà alla Pugliese
Es gibt eine tiefe Verbindung zwischen dem Meer und der Küche Apuliens, ein Faden, der Geschmack und Traditionen vereint. Fisch ist in vielen Rezepten Hauptdarsteller und mehr als nur Nahrungsmittel: Er ist Teil der kulinarischen Identität Apuliens. Heute möchten wir Ihnen ein Gericht vorstellen, das ein Grundpfeiler der regionalen Küche ist: Baccalà alla Pugliese. Früher war Baccalà in Bari ein typisches Festtagsgericht (wie Mariä Empfängnis und Weihnachten), aber im Laufe der Zeit haben sich die Gewohnheiten geändert, und heute genießt man dieses Gericht auch außerhalb besonderer Anlässe.

Baccalà alla Pugliese ist ein einfaches Hauptgericht, das mit wenigen Zutaten zubereitet wird (die aber sorgfältig ausgewählt werden müssen): Kirschtomaten, Zwiebeln, Oliven, Sellerie und – für einen zusätzlichen Geschmack – geriebener Pecorino Romano. Wie bei jedem traditionellen Gericht interpretiert jede Familie das „Basisrezept“ auf ihre Weise und kreiert einzigartige Varianten, die ohne den Kern zu verändern, eine persönliche Note verleihen, die „wie Zuhause“ schmeckt.
Heute stellen wir Ihnen die Version unserer Cesarina Fernanda aus Bari vor.
„Es ist ein Rezept meiner Mutter, sehr geschätzt von uns Kindern, auch weil der Fisch keine Gräten hat!“

Baccalà alla Pugliese
Ein historisches Gericht der apulischen Küche, einfach und schmackhaft
Zutaten
- 600 g entsalzte Baccalàfilets
- 500 g Kartoffeln
- Apulische Zwiebel (sponsale) oder ½ rote Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 10 Kirschtomaten
- Oliven
- 50 g Pecorino
- 1 Stange Sellerie
- Pfeffer
- Salz (sehr wenig)
- Paniermehl
- Natives Olivenöl extra aus Apulien
Zubereitung
- Geben Sie einen Schuss Öl in eine Auflaufform.
- Fügen Sie die in Scheiben geschnittene Zwiebel hinzu, nachdem Sie sie in kaltem Wasser eingeweicht haben.
- Fügen Sie den zerdrückten Knoblauch hinzu.
- Geben Sie die Kirschtomaten in Stücken dazu.
- Fügen Sie die Selleriestange hinzu, ganz oder in Stücken nach Belieben.
- Gießen Sie 1,25 Liter Wasser hinein.
- Decken Sie ab und lassen Sie es 10 Minuten auf dem Herd köcheln.
- Nach dieser Zeit fügen Sie die Kartoffeln hinzu, gleichmäßig geschnitten für ein gleichmäßiges Garen.
- Decken Sie wieder ab und garen Sie weitere 10 Minuten.
- Zur Halbzeit der Kartoffelgarung fügen Sie den Baccalà hinzu.
- Danach sofort: Oliven, Pfeffer (nach Geschmack) und Pecorino hinzufügen.
- Probieren Sie, um den Salzgehalt zu prüfen, beachten Sie, dass Baccalà und Pecorino bereits salzig sind.
- Mit Paniermehl bestreuen.
- Backen, bis eine leichte Kruste entsteht.
Was ist Baccalà?
Oft mit Stockfisch verwechselt, ist Baccalà gesalzener Kabeljau, während Stockfisch getrockneter Kabeljau ist.
Der Legende nach tauchte Baccalà im Jahr 1432 dank des venezianischen Kaufmanns Pietro Querini auf den italienischen Tischen auf. Während einer Reise nach Flandern gerieten Pietro und seine Besatzung vor der Nordküste Spaniens in einen heftigen Sturm, der ihr Schiff abtreiben ließ. Nach Wochen landeten sie auf den Lofoten-Inseln in Norwegen. Dort sahen sie, wie die Einheimischen Kabeljau konservierten: durch Salzen oder durch Trocknen an der kalten Nordluft. Der Begriff „Baccalà“ leitet sich tatsächlich vom flämischen Wort „bakkel-jau“ ab, das „gesalzener Fisch“ bedeutet.

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