

Außen knusprig, innen weich und saftig – der „pan giald“ (also das „gelbe Brot“) begeistert mit seiner einzigartigen Konsistenz und seinem authentischen Geschmack, der in vergangene Zeiten zurückführt. Ein einfaches Lebensmittel, das jedoch – wie es bei traditionellen Rezepten oft der Fall ist – außergewöhnlich reich an Geschmack und Ursprünglichkeit sowie äußerst vielseitig ist: Morgens wurde es zum Frühstück in Milch getaucht, während es abends Suppen und Eintöpfe bereicherte.
Der Maisanbau in der Brianza verbreitete sich im 19. Jahrhundert stark und machte gelbes Mehl zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Vorratskammern jeder Familie. Es wurde sowohl für Polenta, das Symbolgericht der einfachen Küche, als auch für Brot verwendet, das für die tägliche Ernährung unerlässlich war. In der Regel kaufte man es einmal pro Woche, doch es war auch üblich, es zu Hause mit wenigen, einfachen Zutaten zuzubereiten: Maismehl, Roggenmehl, Wasser und Salz. So entstanden große Brotlaibe, die anschließend in gemeinschaftlichen Öfen gebacken wurden. Vor dem Einschieben in den Ofen gab es jedoch einen entscheidenden Schritt: Jede Familie personalisierte ihre Laibe, indem sie ein Erkennungszeichen einschnitt oder ein kleines Detail hinzufügte, um sie nach dem Backen wiederzuerkennen.
Der pan giald eignet sich auch hervorragend für die Zubereitung farbenfroher und raffinierter Fingerfoods, bei denen er die kräftigeren Aromen von Wurstwaren und gereiftem Käse sanft zur Geltung bringt.

Pan Giald (gelbes Brot)
Duftend und aromatisch, hat das Brianza-Brot die Farbe der Sonne und schmeckt köstlich!
Zutaten
- Für zwei Pan-Giald-Brote:
- 350 g Weizenmehl
- 200 g Maismehl
- 280 g Sauerteigstarter (oder 25 g frische Bierhefe)
- 170 ml Wasser
- 10 g Salz
Zubereitung
- In einer großen Schüssel die beiden Mehlsorten (Mais- und Weizenmehl) vermengen und in der Mitte eine Mulde formen, in die ihr etwa 100 ml Wasser bei Raumtemperatur und den Sauerteig gebt.
- Beginnt, die Mischung aus Sauerteig und Wasser in der Mulde zu verrühren, und arbeitet nach und nach das restliche Mehl ein.
- Sobald der Teig recht homogen ist, fügt die restlichen 70 ml Wasser hinzu, in denen ihr zuvor die 10 g feines Salz aufgelöst habt.
- Knetet den Teig auf der Arbeitsfläche fertig, bis eine weiche Masse entsteht, die sich leicht von den Fingern löst.
- Teilt den Teig anschließend in zwei Portionen und formt jede zu einer runden Kugel.
- Legt die beiden Teigportionen auf ein flaches Backblech, das mit Backpapier ausgelegt ist.
- Schneidet zwei leichte Einschnitte in die Oberfläche der beiden Teiglinge, deckt sie mit einem Küchentuch ab und lasst sie zwei Stunden an einem vor Zugluft geschützten Ort gehen, möglichst feucht und bei einer Temperatur von etwa 20 °C.
- Nach den zwei Stunden backt das Brot bei 200 °C etwa 40 Minuten lang.